Eine Schule für Los Maranitos

Eine Schule für Los Maranitos

Die Dominikanische Republik ist eines der Top-Ziele für romantische Strandurlaube und die Flitterwochen. Doch abseits der Privatstrände renommierter Hotels hängt hier der Himmel nicht überall voller Geigen. So ist die Ungleichbehandlung von Mädchen und Frauen leider ebenso normal wie ein mehr als unzureichendes Bildungssystem. Essen, medizinische Versorgung, ein Dach über dem Kopf: Das alles muss hier hart erarbeitet werden, und zwar bereits im Kindesalter.
Los Maranitos beispielsweise ist ein Ort, der dringend Hilfe benötigt. Gerade einmal 200 Menschen leben hier in ländlicher Umgebung. Es mangelt an Infrastruktur und Geld, die Armut ist groß. Elektrizität und fließendes Wasser gibt es nicht, dafür aber rund 150 Kinder und Jugendliche, die eine bessere Zukunft verdient haben.

Doch wie soll das gehen, ohne Bildung? Die nächste Schule ist zwei Meilen Fußmarsch durch unwegsames Gelände entfernt, mindestens 45 Minuten braucht man dafür. Wenn es regnet, ist die Strecke nicht zu bewältigen und die Schule bleibt geschlossen. Fehltage sind also ganz normal. Darüber hinaus ist die öffentliche Schule im Juni, Juli, fast den ganzen August, Dezember und Januar geschlossen. Konsequentes Lernen ist so unmöglich.
„Unsere“ neue Bildungseinrichtung wird das in zwei Klassenzimmern, mit durchgängigem Unterricht, einem Lehrgarten und vielem mehr ändern. Die Einbeziehung der Familien und der Gemeinde inklusive eines klaren Commitments und nach Geschlechtern unterteilte Toiletten- und Waschräume sorgen zudem für den erhöhten Schutz sowie die Rückendeckung der Töchter, Schwestern oder Ehefrauen.

← zurück